Die Serviceperiode soll organische Belastungen, Staub, Feuchtigkeit und mögliche Erregerreservoire möglichst weitgehend reduzieren. Entscheidend ist die konsequente Abfolge von Ausstallung, Reinigung, Trocknung, Desinfektion, Stallvorbereitung, Hygienekontrolle und Schutz vor Rekontamination.
Ziel ist kein keimfreier Stall, sondern ein reproduzierbar hygienischer Ausgangszustand für den nächsten Produktionsdurchgang. Dazu müssen Reinigung, Desinfektion, technische Hygiene und Biosicherheit ineinandergreifen.
Desinfektionsmittel können grobe organische Verschmutzungen nicht ersetzen. Kot, Staub, Einstreu- und Futterreste müssen zunächst entfernt werden, damit die nachfolgenden Hygienemaßnahmen unter geeigneten Bedingungen wirken können.
Neben dem eigentlichen Stall gehören unter anderem Technikräume, Vorräume, Hygieneschleusen, Versorgungsgänge, Lüftungseinrichtungen sowie Futter- und Wassersysteme in die Betrachtung.
Ritzen, Fugen, Hohlräume, technische Einbauten und verdeckte Flächen können Staub, organisches Material und Mikroorganismen aufnehmen. Sie sollten deshalb bei Reinigung, Desinfektion und Kontrolle gezielt berücksichtigt werden.
Rekontamination ist der erneute Eintrag von Mikroorganismen oder Verschmutzungen in einen bereits hygienisch aufbereiteten Bereich, zum Beispiel über Personen, Schuhe, Geräte, Materialien oder Fahrzeuge.
Hygienisch endet sie nicht mit der Desinfektion, sondern erst mit der geschützten Übergabe des vorbereiteten Stalles an den nächsten Produktionsdurchgang beziehungsweise die Einstallung.
Ausstallung → Trockenreinigung → bei Bedarf kurative Schädlingsbekämpfung → Nassreinigung → Trocknung → Desinfektion → Stallvorbereitung → abschließende Desinfektion mittels Ultradiffusion → Hygienekontrolle → Schutz vor Rekontamination → Einstallung.
Die Trockenreinigung entfernt zunächst grobe organische Belastungen wie Kot, Staub, Federn, Einstreu und Futterreste. Dadurch wird die nachfolgende Nassreinigung gezielter und wirksamer.
Nicht nur gut sichtbare Flächen, sondern auch Ecken, Fugen, technische Einbauten, Lüftungsbereiche und andere Staubfänger sollten systematisch erfasst werden.
Staub kann organisches Material und Mikroorganismen tragen und sich in schwer zugänglichen Bereichen ablagern. Wird er nicht ausreichend entfernt, kann er den Hygieneerfolg beeinträchtigen.
Sie soll anhaftende organische und mineralische Verschmutzungen lösen und von geeigneten Oberflächen entfernen. Das schafft bessere Voraussetzungen für die anschließende Desinfektion.
Nein. Feuchtigkeitsempfindliche Technik- und Funktionsbereiche müssen entsprechend ihrer Eignung behandelt werden. Dort können trockene Reinigungsverfahren und – sofern vorgesehen – trockene Desinfektionsverfahren sinnvoll sein.
Restwasser und Feuchtigkeitsnester können hygienische Schwachstellen darstellen und die Bedingungen für nachfolgende Maßnahmen verändern. Deshalb sollte vor weiteren Schritten eine ausreichende Trocknung sichergestellt werden.
Für die betriebliche Praxis sollte sie zunächst visuell frei von erkennbaren organischen Rückständen sein. Je nach Risiko kann diese Beurteilung durch weitere Kontrollverfahren ergänzt werden.
Nassreinigungsfähige Bereiche werden entsprechend der betrieblichen Vorgabe gereinigt und desinfiziert. Feuchtigkeitsempfindliche Bereiche sollten sorgfältig trocken gereinigt beziehungsweise mit geeigneter Filtertechnik abgesaugt werden.
Sie können eigene Ablagerungen und mikrobielle Belastungen entwickeln und sind mit einer reinen Stallflächenreinigung nicht automatisch hygienisch aufbereitet. Deshalb benötigen sie geeignete, systemspezifische Verfahren.
Ja. Sichtbare Rückstände sollten vor der Desinfektion nachgearbeitet werden. Eine Desinfektion auf unzureichend gereinigten Flächen ist kein Ersatz für die fehlende Reinigung.
Ultradiffusion ist ein trockenes Raumbehandlungsverfahren, bei dem ein Wirkstoff als sehr fein verteiltes Trockenaerosol beziehungsweise Rauch im Raum verteilt wird. Dadurch können auch schwer zugängliche Bereiche erreicht werden.
Mit „Stall vernebeln“ wird in der Praxis häufig allgemein eine Raumbehandlung über die Luft beschrieben. Der Begriff ist jedoch unscharf: Flüssige Kaltvernebelung, Aerosolverfahren und trockene Trockenaerosol-Rauchverfahren sind technisch nicht identisch. Deshalb sollte immer das konkrete Verfahren und die dafür zugelassene Anwendung betrachtet werden.
Beide Formulierungen werden umgangssprachlich für Raumbehandlungen verwendet, beschreiben aber nicht automatisch dasselbe Verfahren. „Vernebeln“ wird häufig mit flüssigen Aerosolen verbunden, während „ausräuchern“ eher rauch- oder trockenaerosolbasierte Verfahren meint. Für die fachliche Bewertung sind Produkt, Wirkstoff, Partikel- beziehungsweise Tröpfchenbildung und zugelassener Anwendungsbereich entscheidend.
Bei der Kaltvernebelung wird typischerweise eine flüssige Formulierung als feines Aerosol in den Raum eingebracht. Ein Trockenaerosol-Rauchverfahren erzeugt dagegen ein trockenes beziehungsweise sehr feines partikuläres Aerosol. Beide Verfahren dienen der Raumbehandlung, sollten aber technisch und produktspezifisch nicht gleichgesetzt werden.
Trockendesinfektion ist ein verständlicher Oberbegriff für Verfahren, die ohne klassische flächige Nassapplikation arbeiten. Im Fachwissen Stallhygiene wird darunter insbesondere die Ultradiffusion als Trockenaerosol-Rauchverfahren eingeordnet, sofern das jeweilige Produkt und der Anwendungsbereich dies vorsehen.
„Rauchdesinfektion“ ist ein gebräuchlicher, aber technisch nicht immer eindeutiger Begriff. Gemeint sein können Verfahren, bei denen ein Wirkstoff über ein rauch- oder trockenaerosolartiges Trägermedium im leeren Raum verteilt wird. Für belastbare Aussagen sollte deshalb immer das konkrete zugelassene Produktverfahren genannt werden.
Bei einer Aerosoldesinfektion wird ein Desinfektionswirkstoff fein im Raum verteilt, damit auch Flächen außerhalb des direkten Sprühstrahls erreicht werden können. Je nach Verfahren kann das Aerosol flüssig oder trocken erzeugt werden; die Verfahren sind nicht automatisch austauschbar.
Je nach zugelassenem Produkt und betrieblicher Situation kommen unterschiedliche Verfahren infrage, darunter manuelle Flächendesinfektion, flüssige Vernebelungsverfahren und trockene Raumbehandlungen. Entscheidend sind Reinigungszustand, Anwendungsbereich, erforderliches Wirkspektrum und die verbindlichen Produktvorgaben.
Eine Raumbehandlung nach der Reinigung kann sinnvoll sein, wenn ein dafür zugelassenes Produkt und Verfahren verwendet wird und die vorgeschriebenen Anwendungsbedingungen eingehalten werden. Ob Vernebelung, Trockenaerosol oder ein anderes Verfahren geeignet ist, hängt vom konkreten Hygienekonzept ab.
Damit ist eine Raumbehandlung gemeint, bei der der Wirkstoff über ein Aerosol beziehungsweise ein vergleichbares Trägermedium im leeren Raum verteilt wird und sich auf zugänglichen Oberflächen absetzt. Sie ergänzt die vorherige Reinigung und ersetzt sie nicht.
In feuchtigkeitsempfindlichen Bereichen kann ein Verfahren ohne zusätzlichen Nassauftrag Vorteile haben. Voraussetzung ist, dass das eingesetzte Produkt für den konkreten Bereich vorgesehen ist und technische sowie sicherheitsrelevante Vorgaben eingehalten werden.
Nein. „Vernebelung“ ist ein breiter beziehungsweise häufig flüssigkeitsbezogener Begriff. Ultradiffusion wird im Fachwissen Stallhygiene als spezifisches Trockenaerosol-Rauchverfahren beschrieben. Beide Begriffe sollten deshalb nicht synonym verwendet werden.
Wer nach „Stall vernebeln“ sucht, sucht meist nach einer Raumdesinfektion, die mehr als direkt besprühte Flächen erreicht. Fachlich sollte anschließend zwischen flüssiger Vernebelung und trockenen Verfahren unterschieden werden. Eine solche trockene Variante ist die Ultradiffusion als Trockenaerosol-Rauchverfahren.
Ein wesentlicher Vorteil ist, dass kein zusätzlicher Feuchtigkeitseintrag wie bei einer Nassanwendung entsteht. Das kann insbesondere in Technik-, Lager- und anderen feuchtigkeitssensiblen Bereichen relevant sein.
Nein. Auch ein trockenes Raumdesinfektionsverfahren setzt eine geeignete Vorbereitung voraus. Organische Belastungen und sichtbare Verschmutzungen müssen zuvor möglichst weitgehend entfernt werden.
Nach Einstreuen und Abschlussarbeiten kann eine abschließende Raumdesinfektion dazu dienen, während dieser Arbeiten erneut eingetragene mikrobielle Belastungen zusätzlich zu reduzieren.
Weil Einstreu, Materialbewegungen und Personalverkehr nach einer vorherigen Desinfektion erneut Belastungen eintragen können. Eine abschließende Behandlung setzt deshalb möglichst spät im vorbereiteten, leeren Stall an.
Anwendungsbereich, Zulassung, erforderliches Wirkspektrum, Material- und Betriebsbedingungen sowie die verbindlichen Produkt- und Sicherheitsvorgaben müssen zusammenpassen.
Nein. Ein allgemeines Wirkspektrum und ein direkter erregerspezifischer Prüfnachweis sind nicht dasselbe. Spezifische Aussagen sollten nur für tatsächlich dokumentierte Testorganismen beziehungsweise auf Grundlage der jeweiligen Zulassung getroffen werden.
Sie beschreibt die Größenordnung, um die eine mikrobielle Population unter definierten Prüfbedingungen reduziert wurde. Ein höherer log-Wert entspricht einer stärkeren Reduktion; Prüfwerte sind jedoch nicht automatisch mit jedem Praxisbetrieb gleichzusetzen.
Dosierung, Einwirkzeit, Testorganismus, Norm und weitere Prüfbedingungen bestimmen, was genau nachgewiesen wurde. Eine Wirksamkeitsangabe sollte deshalb nie losgelöst von diesen Bedingungen interpretiert werden.
Ein fein verteiltes Trockenaerosol kann auch Bereiche wie Ritzen, Fugen, Ecken und technische Einbauten erreichen. Das ersetzt jedoch nicht die notwendige vorherige Reinigung und eine fachgerechte Vorbereitung des Raumes.
FUMAGRI OPP ist ein professionelles Produkt zur trockenen Oberflächendesinfektion mittels Ultradiffusion. Der in den zugrunde gelegten Unterlagen genannte Wirkstoff ist Orthophenylphenol (OPP).
FUMAGRI HA ist ein professionelles Desinfektionsprodukt zur Oberflächendesinfektion über den Luftweg mittels Ultradiffusion. Die zugrunde gelegten technischen Unterlagen weisen bakterizide, levurozide, fungizide und viruzide Prüfungen aus.
Nein. Beide Produkte besitzen eigene Wirkstoffe, Prüfungen und Anwendungsangaben. Die Auswahl sollte nach Anwendungsbereich und dem jeweils erforderlichen, dokumentierten Wirkspektrum erfolgen.
Im zugrunde gelegten TDS sind unter anderem Salmonella Enteritidis, Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus aureus, Enterococcus hirae, Escherichia coli, Listeria monocytogenes und Campylobacter jejuni aufgeführt.
Im TDS sind direkte Prüfungen unter anderem gegen Vogelgrippevirus Typ A H9N2, Newcastle-Disease-Virus, Gumboro-Virus, Virus der klassischen Schweinepest und PRRS-Virus dokumentiert.
Dokumentiert sind unter anderem Prüfungen gegen Aspergillus fumigatus, Aspergillus versicolor, Aspergillus niger sowie verschiedene Penicillium- und weitere Pilzarten.
Ja. Das zugrunde gelegte technische Datenblatt führt Aspergillus fumigatus als direkt geprüften Organismus auf.
Ja. Salmonella Enteritidis gehört zu den im zugrunde gelegten technischen Datenblatt direkt geprüften Bakterien.
Ja. Campylobacter jejuni ist im zugrunde gelegten TDS als direkt geprüfter Organismus aufgeführt.
Ja. Für das Newcastle-Disease-Virus ist im zugrunde gelegten TDS ein direkter viruzider Prüfnachweis dokumentiert.
Das zugrunde gelegte TDS dokumentiert eine direkte Prüfung gegen Vogelgrippevirus Typ A H9N2. Dieser konkrete Nachweis sollte nicht pauschal als direkter Prüfnachweis für sämtliche Influenzaviren dargestellt werden.
Das zugrunde gelegte TDS nennt Adenovirus Typ 5, murines Norovirus, porcines Parvovirus und Vacciniavirus als geprüfte Viren.
Die zugrunde gelegten Unterlagen führen unter anderem Pseudomonas aeruginosa, Enterococcus hirae, Salmonella enterica Serotyp Choleraesuis, Staphylococcus aureus, Proteus vulgaris, Cronobacter sakazakii und Salmonella Heidelberg auf.
In den zugrunde gelegten technischen Unterlagen werden unter anderem Candida albicans sowie Aspergillus niger, Aspergillus brasiliensis und Aspergillus fumigatus genannt.
Nein. Ein direkter Prüfnachweis gilt zunächst für den geprüften Organismus beziehungsweise Stamm und die dokumentierten Prüfbedingungen. Verallgemeinerungen sollten vermieden werden.
In den jeweils aktuellen technischen Datenblättern, Etiketten und verbindlichen Produktinformationen. Die FAQ dient der Orientierung und ersetzt keine Gebrauchsanweisung.
Salmonellen können über Tiere, Kot, Staub, Futter, Geräte und andere Eintragswege verbreitet werden. Deshalb ist ein konsequentes Zusammenspiel aus Reinigung, Desinfektion und Biosicherheit wichtig.
Campylobacter kann in Geflügelbeständen und der Produktionsumgebung vorkommen. Hygienemaßnahmen zielen darauf, Eintrags- und Übertragungswege zwischen Produktionsdurchgängen möglichst weitgehend zu unterbrechen.
E. coli kann als Bestandteil der Darmflora in hoher Menge über Kot in die Stallumgebung gelangen. Bestimmte Stämme können krankheitsrelevant sein; eine gründliche Entfernung organischer Belastungen ist deshalb zentral.
Sie können in Tierhaltungsumgebungen vorkommen und über Tiere, Staub, Oberflächen und Geräte verbreitet werden. Ihre Kontrolle ist Bestandteil einer allgemeinen hygienischen Risikoreduktion.
Aspergillus-Sporen können über Staub, Einstreu, Futter und die Umgebung verbreitet werden. Feuchtigkeit, organisches Material und belastete Bereiche können das Risiko erhöhen.
Sporen und mikrobielle Belastungen können auch in Staub, Fugen, technischen Bereichen oder Materialien vorhanden sein. Deshalb sollte die Ursachenbekämpfung Reinigung, Trocknung, Materialhygiene und geeignete Desinfektionsmaßnahmen verbinden.
Aus dem Fachwissen Stallhygiene wird keine pauschale Aussage abgeleitet, dass eine Desinfektion bereits vorhandene Mykotoxine zuverlässig beseitigt. Vorrangig ist die Vermeidung von Schimmelwachstum und belasteten Ausgangsmaterialien.
Viren unterscheiden sich in ihrer Widerstandsfähigkeit. Deshalb sollte bei einer konkreten viralen Fragestellung geprüft werden, ob ein passender viruzider Nachweis beziehungsweise die erforderliche Zulassung vorliegt.
Neben der betrieblichen Hygiene sind die jeweils geltenden tierseuchenrechtlichen Vorgaben entscheidend. Produktspezifische Wirksamkeitsaussagen sollten sich auf tatsächlich dokumentierte Prüfungen beschränken.
Kokzidien beziehungsweise ihre Oozysten besitzen andere biologische Eigenschaften und können gegenüber üblichen Desinfektionsverfahren deutlich widerstandsfähiger sein. Dafür sind gegebenenfalls spezielle Verfahren erforderlich.
Nein. Eine allgemeine bakterizide Wirksamkeit ist kein automatischer spezifischer Nachweis gegen Clostridien oder deren Sporen. Solche Aussagen sollten nur auf belastbaren produktspezifischen Nachweisen beruhen.
Weil zwischen plausibler hygienischer Eignung, allgemeinem Wirkspektrum und direktem erregerspezifischem Nachweis unterschieden werden muss. Diese Trennung verhindert überzogene oder nicht belegte Produktversprechen.
Ja. Technikräume, Schalträume, Vorräume, Hygieneschleusen und Versorgungsgänge können Mikroorganismen über Personen, Geräte, Staub oder Materialien aufnehmen und weitertragen.
Sie sollten sorgfältig trocken gereinigt beziehungsweise mit einem geeigneten Sauger und Filtertechnik abgesaugt werden. Für geeignete Bereiche kann eine trockene Raumdesinfektion eine Alternative oder Ergänzung sein.
Aufgenommener Staub sollte nicht wieder in den Raum abgegeben werden. Deshalb ist eine geeignete Filtertechnik für feine Stäube und hygienisch sensible Bereiche wichtig.
Im Fachwissen Stallhygiene werden sie für geeignete feuchtigkeitsempfindliche Bereiche als mögliche trockene Alternative beziehungsweise Ergänzung genannt, sofern Produkt, Zulassung und konkreter Anwendungsbereich dies vorsehen.
Lüftungsbereiche können erhebliche Staubmengen aufnehmen und verteilen. Werden sie nicht berücksichtigt, können gereinigte Bereiche erneut belastet werden.
In Leitungen können sich organische und mineralische Ablagerungen sowie Biofilme entwickeln. Deshalb benötigen Tränkesysteme eine eigene, für das Leitungssystem geeignete Reinigungs- und Hygienestrategie.
Futterreste und Staub können in Trögen, Förderanlagen und anderen Komponenten verbleiben. Diese Bereiche sollten deshalb in den betrieblichen Reinigungs- und Kontrollplan integriert werden.
Nein. Vorräume und Hygieneschleusen sind wichtige Schnittstellen zwischen sauberem und belastetem Bereich und können sonst zur Quelle einer Rekontamination werden.
Weil ein optisch sauberer Stall nicht automatisch mikrobiologisch unauffällig ist. Kontrollen helfen, Schwachstellen zu erkennen und die Reproduzierbarkeit des Hygieneprozesses zu beurteilen.
Die visuelle Kontrolle. Nach der Reinigung sollten keine erkennbaren Kot-, Staub-, Einstreu- oder Futterreste mehr vorhanden sein.
Vor allem schwer zu reinigende und wiederholt auffällige Stellen: Fugen, Übergänge, Futter- und Tränkesysteme, Lüftungseinrichtungen, technische Anlagen und Bereiche mit Staub- oder Feuchtigkeitsbelastung.
Sie können die mikrobielle Belastung ausgewählter Oberflächen zu einem definierten Zeitpunkt erfassen. Besonders nützlich werden sie bei wiederholter Probenahme an vergleichbaren Stellen.
ATP-Messungen geben schnelle Hinweise auf verbliebene biologische beziehungsweise organische Rückstände und können deshalb die Beurteilung der Reinigungsqualität unterstützen.
Nein. Ein niedriger ATP-Wert ist kein direkter Nachweis einer erfolgreichen Desinfektion und kein spezifischer Erregernachweis.
Wiederholte Messungen an vergleichbaren Stellen zeigen, ob sich der Hygienestatus stabil entwickelt oder ob bestimmte Schwachstellen regelmäßig auftreten.
Möglichst nachvollziehbar mit Datum, Bereich, Probenahmestelle beziehungsweise Kontrollmethode, Ergebnis und gegebenenfalls eingeleiteten Korrekturmaßnahmen.
Die Ursache sollte systematisch geprüft werden, zum Beispiel Reinigungsverfahren, Zugänglichkeit, technische Defekte, Feuchtigkeitsquellen oder erneuter Eintrag durch Personen und Materialien.
Nein. Ziel ist ein nachvollziehbarer, hygienisch geeigneter und reproduzierbarer Ausgangszustand, nicht die Behauptung vollständiger Keimfreiheit.
Nein. FUMICIDE® DM ist ein Insektizid und Akarizid zur Bekämpfung bestimmter Arthropoden. Im Hygieneplan wird es deshalb klar von der mikrobiellen Desinfektion getrennt.
Bei der Roten Vogelmilbe wird im beschriebenen zweistufigen Hygienekonzept eine erste kurative Behandlung unmittelbar nach der Ausstallung eingeplant. Eine zweite Behandlung kann nach Reinigung und Desinfektion erfolgen, um verbliebene beziehungsweise erneut hervorgekommene Milben gezielt zu erfassen. Die konkrete Durchführung richtet sich stets nach den jeweils aktuellen verbindlichen Produkt-, Etikett- und Zulassungsvorgaben.
Das aktuelle zugrunde gelegte TDS nennt für Stallgebäude Rote Vogelmilbe, Dornspeckkäfer, Glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfer sowie Deutsche und Orientalische Schabe.
Ja. Die Rote Vogelmilbe ist im aktuellen TDS ausdrücklich als Zielorganismus für die kurative Anwendung in Stallgebäuden aufgeführt.
Ja. Das aktuelle TDS führt den Glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfer als Zielorganismus für Stallgebäude auf.
Im beschriebenen zweistufigen Praxiskonzept erfolgt die erste Behandlung unmittelbar nach der Ausstallung. Die ergänzende FUMICIDE®-DM-Produktinformation nennt für die Rote Vogelmilbe anschließend eine zweite Behandlung nach der ersten Desinfektion, 3–6 Tage vor der Einstallung. Während der Behandlung dürfen sich keine Tiere im Stall befinden. Die Dosen werden auf einer hitze- und feuerbeständigen Unterlage positioniert; brennbare Materialien sind entsprechend den Sicherheitsvorgaben auf Abstand zu halten.
Nein. Das TDS verlangt, dass sich während der Behandlung keine Tiere in den betreffenden Räumen aufhalten.
Weil die Maßnahme an einen festgestellten Schädlingsbefall gebunden ist. Ohne entsprechende Befallssituation ist sie kein regulärer Desinfektionsschritt.
Nein. Schädlingsbekämpfung, Reinigung und mikrobielle Desinfektion verfolgen unterschiedliche Ziele und müssen als getrennte, aufeinander abgestimmte Maßnahmen betrachtet werden.
Im aktuellen Etikett, technischen Datenblatt und den verbindlichen Produktinformationen. Diese FAQ ersetzt diese Unterlagen nicht.
Der erreichte Hygienestatus muss bis zur Einstallung geschützt werden. Unnötiger Personenverkehr und der Eintrag verschmutzter Schuhe, Geräte oder Materialien sollten vermieden werden.
Eine klare Trennung reduziert das Risiko, Erreger oder organische Belastungen aus belasteten Bereichen wieder in bereits aufbereitete Zonen einzutragen.
Personen können Mikroorganismen über Schuhe, Kleidung, Hände und Arbeitsgeräte übertragen. Hygieneschleusen und betriebliche Personalhygiene sind deshalb Teil des Gesamtkonzeptes.
Auch ein vollständig aufbereiteter Stall kann durch kontaminierte Geräte, Werkzeuge, Einstreu oder andere Materialien erneut belastet werden.
Im beschriebenen Ablauf ja: Sie wird nach den wesentlichen Stallvorbereitungen eingeordnet, damit Belastungen, die während dieser Arbeiten eingetragen wurden, noch einmal adressiert werden können.
Nein. Stalltyp, Tierart, technische Ausstattung, Erregerdruck, Materialien und betriebliche Abläufe unterscheiden sich. Der Grundablauf kann standardisiert werden, die konkrete Umsetzung muss betriebsspezifisch erfolgen.
Ein klarer, nachvollziehbarer und reproduzierbar umgesetzter Hygieneplan ist entscheidend. Komplexität allein verbessert die Hygiene nicht.
Durch dokumentierte Kontrollen, Trendbeobachtung, Analyse wiederkehrender Schwachstellen und gezielte Anpassung von Reinigung, Technik, Desinfektion und Biosicherheitsmaßnahmen.
Stallhygiene ist eine Prozesskette. Reinigung, Trocknung, geeignete Desinfektion, gegebenenfalls kurative Schädlingsbekämpfung, Kontrolle und Schutz vor Rekontamination müssen fachlich sauber aufeinander abgestimmt werden.
Zu den einzelnen Fragen sollte die Website jeweils auf den passenden Abschnitt des Fachwissen Stallhygienes Stallhygiene beziehungsweise auf die aktuelle Produkt- und Sicherheitsdokumentation verlinken.
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