Stallreinigung, Desinfektion und Ultradiffusion

Eine wirksame Stallhygiene entsteht durch das systematische Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen. Organische Verschmutzungen müssen zunächst möglichst vollständig entfernt werden, bevor gereinigte Oberflächen wirksam desinfiziert werden können. Erst danach kann eine abschließende Raumdesinfektion das mehrstufige Hygienekonzept ergänzen. Erfahren Sie, wie Reinigung, Trocknung und Desinfektion aufeinander aufbauen, welche Stall- und Funktionsbereiche berücksichtigt werden sollten und wie die Ultradiffusion als Trockenaerosol-Rauchverfahren eingesetzt wird.

Stallreinigung als Grundlage jeder Desinfektion

Ziel der Stallreinigung ist es, organische Verschmutzungen wie Kot, Einstreu, Staub, Futterreste, Biofilme und andere Ablagerungen möglichst vollständig von den Stalloberflächen und Einrichtungen zu entfernen. Diese Rückstände können Mikroorganismen günstige Lebensbedingungen bieten und verhindern, dass ein Desinfektionsmittel die zu behandelnden Oberflächen ausreichend erreicht. Deshalb kann eine Desinfektion die gründliche Reinigung des Stalls nicht ersetzen. Bereits durch eine fachgerecht durchgeführte Reinigung lässt sich die organische Belastung reduzieren. Gleichzeitig schafft sie die notwendige Voraussetzung für die nachfolgenden Hygienemaßnahmen.
Eine wirksame Desinfektion beginnt immer mit einer gründlichen Reinigung.
Dabei sollten nicht nur gut sichtbare Flächen berücksichtigt werden. Auch Fugen, Übergänge, Ecken, Lüftungseinrichtungen, technische Anlagen sowie Futter- und Wassersysteme können hygienisch relevante Rückstände aufweisen.

Die wesentlichen Reinigungsschritte

  1. vollständige Ausstallung,
  2. Entfernung von Einstreu, Mist und groben Rückständen,
  3. Trockenreinigung schwer zugänglicher und empfindlicher Bereiche,
  4. Vorwäsche geeigneter Stallflächen,
  5. Auftragen eines geeigneten Schaumreinigers,
  6. Einhaltung der vorgesehenen Einwirkzeit,
  7. gründliche Hochdruckreinigung,
  8. Kontrolle der gereinigten Flächen,
  9. ausreichende Trocknung des Stalls.
Die konkrete Durchführung muss an Stalltyp, Tierart, technische Ausstattung und die betrieblichen Gegebenheiten angepasst werden.

Schaumreinigung im Stall

Warum wird ein Schaumreiniger eingesetzt?

Vor der Hochdruckreinigung kann ein geeigneter Schaumreiniger auf Böden, Wände, Decken und Stalleinrichtungen aufgetragen werden. Der Reinigungsschaum haftet auch an senkrechten Flächen und ermöglicht einen längeren Kontakt mit den vorhandenen Verschmutzungen. Während der vorgesehenen Einwirkzeit können organische Rückstände angelöst werden. Anschließend werden der Schaum und die gelösten Verschmutzungen durch die Hochdruckreinigung entfernt. Entscheidend ist, dass das eingesetzte Reinigungsmittel für die jeweiligen Materialien und den vorgesehenen Anwendungsbereich geeignet ist. Konzentration, Einwirkzeit und Verarbeitung richten sich nach den verbindlichen Angaben des Herstellers.

Hochdruckreinigung des Stalls

Verschmutzungen systematisch entfernen

Nach der Einwirkzeit des Schaumreinigers erfolgt die gründliche Hochdruckreinigung. Dabei sollten sämtliche dafür geeigneten Stallbereiche systematisch bearbeitet werden. Dazu gehören insbesondere:
  • Böden und Wände,
  • Decken und Übergänge,
  • Stalleinrichtungen,
  • Futter- und Tränkeeinrichtungen,
  • Lüftungsbereiche,
  • Fugen und Randbereiche,
  • schwer zugängliche Flächen hinter oder unter technischen Anlagen.
Im zugrunde liegenden Hygienekonzept wird für geeignete Bereiche warmes Wasser mit einer Temperatur von etwa 70 °C genannt. Die tatsächlich geeignete Wassertemperatur und der Arbeitsdruck müssen jedoch immer an die vorhandenen Oberflächen, Einrichtungen und betrieblichen Vorgaben angepasst werden. Ein unkontrollierter Einsatz von hohem Druck kann belastete Flüssigkeiten und Schmutzpartikel verteilen. Die Reinigung sollte deshalb in einer festgelegten Reihenfolge erfolgen und bereits gereinigte Bereiche nicht erneut verunreinigen.

Trocknung des Stalls

Warum ist die Trocknung vor der Desinfektion wichtig?

Nach der Reinigung sollte der Stall ausreichend trocknen. Verbleibende Feuchtigkeit kann nachfolgende Hygienemaßnahmen beeinflussen und gleichzeitig günstige Bedingungen für bestimmte Mikroorganismen schaffen. Auch nach der ersten Desinfektion ist vor dem Einstreuen eine ausreichende Trocknung sinnvoll. Dabei müssen neben Böden und Wänden insbesondere Fugen, Vertiefungen, technische Einbauten und andere Bereiche kontrolliert werden, in denen Wasser länger stehen bleiben kann. Die benötigte Trocknungsdauer ist von mehreren Faktoren abhängig:
  • Temperatur im Stall,
  • Luftfeuchtigkeit,
  • Luftaustausch und Lüftung,
  • Bauweise und verwendete Materialien,
  • vorhandene Restwassermengen,
  • Zugänglichkeit verdeckter Bereiche.
Die Trocknung ist damit kein bloßer Wartezeitraum, sondern ein wichtiger Bestandteil der Hygienekette.

Die erste Desinfektion

Gereinigte Oberflächen gezielt desinfizieren

Nach der Reinigung und ausreichenden Trocknung erfolgt die erste Desinfektion. Ihr Ziel ist es, die Anzahl vermehrungsfähiger Mikroorganismen auf den gereinigten Oberflächen deutlich zu reduzieren. Die Desinfektion ergänzt die Reinigung, ersetzt sie jedoch nicht. Grobe organische Verschmutzungen, Kot, Staub, Einstreu- und Futterreste müssen zuvor möglichst vollständig entfernt werden. Für die Wirksamkeit sind unter anderem folgende Faktoren entscheidend:
  • geeignetes Desinfektionsmittel,
  • korrekt vorbereitete Oberfläche,
  • vorgeschriebene Dosierung,
  • ausreichende Einwirkzeit,
  • geeignete Temperatur,
  • vollständige Benetzung beziehungsweise Verteilung,
  • Einhaltung der Produkt- und Sicherheitsvorgaben.
Ein allgemeines Wirkspektrum ist nicht automatisch mit einem direkten Nachweis gegen jeden einzelnen Krankheitserreger gleichzusetzen. Erregerspezifische Aussagen dürfen deshalb nur auf Grundlage entsprechender Produkt- und Prüfnachweise getroffen werden.

Abschließende Desinfektion nach dem Einstreuen

Zusätzlicher Schutz vor der nächsten Einstallung

Nach der ersten Desinfektion, der erneuten Trocknung und dem Einstreuen kann eine abschließende Raumdesinfektion mittels Ultradiffusion erfolgen. Diese abschließende Maßnahme ergänzt die zuvor durchgeführte Reinigung und Oberflächendesinfektion. Auch bei sorgfältiger Arbeitsweise können einzelne Mikroorganismen in schwer zugänglichen Bereichen verbleiben. Zusätzlich können während der Serviceperiode neue Belastungen eingetragen werden – beispielsweise durch:
  • Arbeitsgeräte und Werkzeuge,
  • Personen oder externe Handwerker,
  • eingebrachtes Material,
  • Einstreu,
  • Staub oder Luftbewegungen,
  • nicht vollständig aufbereitete Nebenräume.
Die abschließende Desinfektion wird deshalb möglichst spät innerhalb der Stallvorbereitung eingeordnet. Auf diese Weise können auch Belastungen berücksichtigt werden, die nach der ersten Desinfektion erneut in den Stall gelangt sind. Für die Ultradiffusion können – entsprechend den jeweiligen Produkt-, Zulassungs- und Anwendungsvorgaben – FUMAGRI HA oder FUMAGRI OPP eingesetzt werden.

Futterlagerung und Futtermitteltransport

Futtersilos und Fördersysteme hygienisch einbeziehen

Futtersilos und das gesamte Futtermitteltransportsystem sind wichtige Bestandteile des betrieblichen Hygienekonzeptes. Futterreste, Staub, Feuchtigkeit und andere organische Ablagerungen können im System verbleiben, hygienische Probleme verursachen und neu angeliefertes Futter verunreinigen. Während der Serviceperiode sollten Silozellen und die zugehörigen Förderelemente deshalb möglichst vollständig von Staub und Rückständen befreit werden. In das Hygienekonzept gehören insbesondere:
  • Futtersilos und Silodecken,
  • Förderschnecken,
  • Rohrleitungen,
  • Dosieranlagen,
  • Wiegeeinrichtungen,
  • Verteilsysteme,
  • Futtertröge,
  • Übergabestellen zum Stall.
Nach einer geeigneten gründlichen Reinigung kann eine anschließende Desinfektion vorgesehen werden. Entsprechend den jeweiligen Produkt- und Anwendungsvorgaben können hierbei FUMAGRI HA oder FUMAGRI OPP mittels Ultradiffusion eingesetzt werden. Das Trockenaerosol kann sich im geschlossenen Silo und in geeigneten angeschlossenen Bereichen des Futtermitteltransportsystems verteilen. Dadurch können auch Oberflächen in das Desinfektionskonzept einbezogen werden, die unmittelbar nur schwer zugänglich sind.

Technik- und Funktionsbereiche

Nebenräume gehören ebenfalls zum Hygienekonzept

Technikräume, Schalträume, Vorräume, Hygieneschleusen, Versorgungsgänge und andere Funktionsbereiche können Mikroorganismen über Personen, Geräte, Staub oder Materialien aufnehmen und innerhalb des Betriebes weitertragen. Deshalb sollten nicht nur die eigentlichen Stallflächen, sondern auch angrenzende Räume und betriebliche Schnittstellen während der Serviceperiode berücksichtigt werden. Bereiche, die für eine Nassreinigung und Nassdesinfektion geeignet sind, sollten entsprechend den betrieblichen Vorgaben behandelt werden. Feuchtigkeitsempfindliche Bereiche benötigen dagegen eine angepasste Vorgehensweise. Hier kann eine gründliche Trockenreinigung mit einem geeigneten Sauger sinnvoll sein. Dessen Filtertechnik sollte verhindern, dass aufgenommener Feinstaub wieder in den Raum abgegeben wird. Für geeignete Bereiche, in denen eine Nassdesinfektion nicht infrage kommt, kann die Ultradiffusion mit FUMAGRI OPP oder FUMAGRI HA eine trockene Alternative beziehungsweise Ergänzung darstellen. Voraussetzung ist immer, dass das jeweilige Produkt für den konkreten Bereich vorgesehen ist.

Lüftung und Tränkesysteme

Häufig übersehene Hygienebereiche

Lüftungseinrichtungen können erhebliche Staubmengen aufnehmen und im Stall verteilen. Werden sie bei der Reinigung nicht berücksichtigt, können bereits aufbereitete Flächen erneut belastet werden. Zu kontrollieren sind – abhängig von der vorhandenen Anlage – beispielsweise:
  • Lüftungskanäle,
  • Ventilatoren,
  • Klappen und Luftführungen,
  • Zu- und Abluftöffnungen,
  • Filter und Schutzgitter,
  • zugängliche Flächen innerhalb der Lüftungsanlage.
Auch Tränkesysteme stellen einen eigenständigen Hygienebereich dar. In Leitungen können sich organische und mineralische Ablagerungen sowie Biofilme entwickeln. Deshalb benötigen Wassersysteme eine für das jeweilige Leitungssystem geeignete Reinigungs- und Hygienestrategie. Produkte und Verfahren für die Raum- oder Oberflächendesinfektion dürfen nicht ohne entsprechende Freigabe in Wasserleitungen eingesetzt werden. Maßgeblich sind die technischen Vorgaben des Tränkesystems und die verbindlichen Anwendungshinweise der dafür eingesetzten Produkte.

Ultradiffusion als Trockenaerosol-Rauchverfahren

Was versteht man unter Ultradiffusion?

Die Ultradiffusion ist ein Trockenaerosol-Rauchverfahren zur Verteilung eines Wirkstoffes in einem geschlossenen Behandlungsraum. Dabei entstehen sehr feine Aerosolpartikel, die mit den Luftbewegungen im Raum transportiert werden. Aufgrund ihrer geringen Partikelgröße können sie auch Bereiche erreichen, die durch eine direkte Oberflächenbehandlung nur schwer zugänglich sind. Dazu gehören beispielsweise:
  • Ritzen und Spalten,
  • Fugen und Ecken,
  • konstruktionsbedingte Hohlräume,
  • Bereiche hinter technischen Einbauten,
  • schwer erreichbare Oberflächen innerhalb geeigneter geschlossener Systeme.
Die Ultradiffusion ersetzt weder die gründliche Reinigung noch eine vorgesehene klassische Oberflächendesinfektion. Sie ergänzt das Hygienekonzept dort, wo eine räumliche Verteilung des Wirkstoffs ohne zusätzlichen Feuchtigkeitseintrag von Vorteil ist.

Raumdesinfektion über den Luftweg

Bei einer Desinfektion über den Luftweg wird der Wirkstoff über ein Aerosol beziehungsweise ein vergleichbares Trägermedium im geschlossenen Raum verteilt. Anschließend setzt er sich auf den zugänglichen Oberflächen ab. Eine solche Raumbehandlung ist als ergänzender Desinfektionsschritt zu verstehen. Sichtbare Verschmutzungen und organische Belastungen müssen zuvor möglichst vollständig entfernt werden. Ob ein bestimmtes Verfahren für einen Stall oder Funktionsbereich geeignet ist, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
  • eingesetztem Produkt,
  • Größe und Beschaffenheit des Raums,
  • vorhandener Lüftungs- und Stalltechnik,
  • Materialien und Oberflächen,
  • Temperatur und Luftbewegung,
  • vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen,
  • verbindlichen Anwendungs- und Zulassungsvorgaben.

Schwer zugängliche Bereiche erreichen

Die sehr feinen Aerosolpartikel verteilen sich mit den Luftbewegungen im geschlossenen Behandlungsraum. Dadurch können auch Ritzen, Fugen, Ecken und konstruktionsbedingte Hohlräume in die Behandlung einbezogen werden. Nicht zutreffend wäre die Erklärung, dass ein hoher Raum- oder Dampfdruck den Wirkstoff mechanisch in diese Bereiche drückt. Entscheidend sind vielmehr die feine Partikelverteilung, die Luftbewegung im Raum sowie die korrekte Vorbereitung und Durchführung. Auch schwer zugängliche Stellen müssen vor der Anwendung so weit wie möglich gereinigt werden. Das Trockenaerosol darf nicht als Ersatz für die Entfernung organischer Rückstände verstanden werden.

Kaltvernebelung, Raumvernebelung und Ultradiffusion

Die Verfahren fachlich unterscheiden

Der Begriff „Raumvernebelung“ wird im allgemeinen Sprachgebrauch häufig als Sammelbegriff für unterschiedliche Verfahren verwendet. Technisch sollten diese Verfahren jedoch nicht gleichgesetzt werden. Bei einer klassischen Kaltvernebelung wird eine flüssige Anwendungslösung mechanisch in feine Flüssigkeitströpfchen überführt und im Raum verteilt. Bei den hier beschriebenen FUMAGRI-Anwendungen handelt es sich dagegen um eine Ultradiffusion beziehungsweise ein Trockenaerosol-Rauchverfahren. Auch Begriffe wie:
  • Stall vernebeln,
  • Stall ausräuchern,
  • Rauchdesinfektion,
  • Verräucherung,
  • Aerosoldesinfektion,
  • Trockendesinfektion
werden in der Praxis und bei Suchanfragen verwendet. Sie sind jedoch nicht automatisch als fachlich identische Verfahren zu verstehen. Für eine einheitliche und präzise Bezeichnung wird im FUMAGRI-Wissensbereich deshalb der Begriff „Ultradiffusion (Trockenaerosol-Rauchverfahren)“ verwendet.

Vorteile der Ultradiffusion

Trockene Raumdesinfektion ohne zusätzlichen Nassauftrag

Die Ultradiffusion ermöglicht die räumliche Verteilung sehr feiner Aerosolpartikel in einem geschlossenen Behandlungsraum. Dadurch können auch schwer unmittelbar zugängliche Oberflächen in die Behandlung einbezogen werden. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass keine flüssige Anwendungslösung als Kaltnebel in den Raum eingebracht wird. Das kann insbesondere dann relevant sein, wenn zusätzliche Feuchtigkeit unerwünscht ist – beispielsweise:
  • nach dem Einstreuen,
  • in geeigneten Technikräumen,
  • in Schalträumen,
  • in geeigneten Lagerbereichen,
  • in geschlossenen Futtersilos,
  • in feuchtigkeitsempfindlichen Funktionsbereichen.
Die konkrete Eignung, Wirksamkeit, Dosierung und zulässige Anwendung richten sich immer nach dem eingesetzten Produkt sowie den aktuellen Produkt-, Etikett-, Zulassungs- und Sicherheitsvorgaben.

Stallhygiene als vollständige Prozesskette

Reinigung und Desinfektion richtig aufeinander abstimmen

Eine erfolgreiche Stallhygiene wird nicht durch eine einzelne Maßnahme bestimmt. Entscheidend ist, dass Reinigung, Trocknung, Desinfektion, Stallvorbereitung und Schutz vor Rekontamination in einer sinnvollen Reihenfolge erfolgen. Die auf dieser Seite beschriebenen Schritte bilden daher einen Teil des vollständigen Hygieneplans – von der Ausstallung bis zur nächsten Einstallung.

Reinigung, Desinfektion und Ultradiffusion

Hygienemaßnahmen richtig aufeinander abstimmen

Eine gründliche Reinigung ist die Voraussetzung für jede anschließende Desinfektion. Erfahren Sie, wie organische Rückstände entfernt werden, warum eine ausreichende Trocknung wichtig ist und welche Rolle eine erste und eine abschließende Desinfektion innerhalb der Hygienekette spielen.

Der Fachbereich erklärt außerdem die Ultradiffusion als Trockenaerosol-Rauchverfahren und grenzt sie fachlich von Kaltvernebelung und anderen Verfahren der Raumdesinfektion ab. Auch Futtersilos, Fördersysteme, Technikräume und Hygieneschleusen werden in das betriebliche Hygienekonzept einbezogen.

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Schädlingsbekämpfung im Geflügelstall

Rote Vogelmilbe und Getreideschimmelkäfer gezielt bekämpfen

Hygienerelevante Schädlinge können sich in Ritzen, Spalten, technischen Anlagen und anderen geschützten Bereichen des Geflügelstalls zurückziehen. Dort können sie lange unbemerkt bleiben und zur Persistenz oder Verschleppung von Krankheitserregern beitragen.

Dieser Fachbereich erläutert die Biologie und Lebensweise der Roten Vogelmilbe und des Getreideschimmelkäfers. Außerdem erfahren Sie, warum Zeitpunkt, Stalltemperatur, Reinigung und Desinfektion bei der Planung einer geeigneten Bekämpfungsstrategie berücksichtigt werden müssen.

 

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Krankheitserreger und Infektionsdruck

Erregerreservoire erkennen und Infektionsketten unterbrechen

Krankheitserreger können in organischen Rückständen, Staub, Feuchtigkeit, Biofilmen, Futter- und Wassersystemen sowie schwer zugänglichen Bereichen des Stalls verbleiben. Auch nach einer gründlichen Reinigung kann es während der Serviceperiode zu einer erneuten Kontamination kommen.

Der Fachbereich behandelt wichtige hygienische Risiken in der Geflügelhaltung.

Zusätzlich finden Sie eine Übersicht der in den technischen Produktunterlagen dokumentierten Wirksamkeitsnachweise.

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Hygienekontrolle und Erfolgskontrolle

Reinigungsergebnisse prüfen und Schwachstellen erkennen

Ein Stall kann optisch sauber wirken und dennoch hygienisch auffällige Bereiche aufweisen. Deshalb sollte der Erfolg von Reinigung und Desinfektion nicht ausschließlich anhand des sichtbaren Zustands beurteilt werden.

Erfahren Sie, wie die visuelle Kontrolle durch mikrobiologische Untersuchungen, ATP-Messungen und eine nachvollziehbare Dokumentation ergänzt werden kann. Wiederkehrende Prüfungen helfen dabei, Schwachstellen zu erkennen und den Hygieneprozess über mehrere Produktionszyklen hinweg zu verbessern.

 

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Praktischer Hygieneplan für den Stall

Von der Ausstallung bis zur nächsten Einstallung

Ein wirksames Hygienekonzept folgt einer klaren Reihenfolge. Jeder Arbeitsschritt schafft die Voraussetzung für die nächste Maßnahme. Der praktische Hygieneplan zeigt den möglichen Ablauf einer Serviceperiode – von der Ausstallung über Reinigung und Desinfektion bis zur Hygienekontrolle und dem Schutz vor erneuter Kontamination.

Die konkrete Durchführung muss immer an die betrieblichen Bedingungen sowie die jeweils verbindlichen Produkt-, Anwendungs- und Sicherheitsvorgaben angepasst werden.

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Häufige Fragen zur Stallhygiene

Was ist der Unterschied zwischen Reinigung und Desinfektion? Wann sollte ein Geflügelstall desinfiziert werden? Was versteht man unter Ultradiffusion? Welche Bereiche werden bei der Stallreinigung häufig übersehen? Und wie lässt sich der Erfolg einer Hygienemaßnahme überprüfen?

In den FAQ zur Stallhygiene finden Sie verständliche Antworten auf häufige Fragen aus der Praxis – von den Grundlagen der Stallreinigung über die Raumdesinfektion bis zur Bekämpfung von Vogelmilben und Getreideschimmelkäfern.

FAQ Stallhygiene